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CATCH AS CATCH CAN

Regular Vanilla LP

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PRETTY NOISE (GER) DECEMBER 2018 Und mit ihm sein alter Freund und unser aller Feind, die saisonal-affektive Störung (Winterdepression hört sich immer so überzogen an). Bedrückte Stimmung, Reduzierung des Energieniveaus sind unter anderem Anzeichen dafür. Ich spreche mich gewohnt immer für schnellwirkende, rezeptpflichtige Maßnahmen aus, aber (ich will verflucht sein), die Wege des Herrn sind unergründlich, denn ich bekam vor einigen Tagen diese hier angepriesene „Regular Vanilla“ Platte in die Hände gespielt und darf mit Fug und Recht behaupten, dass drei Sonnen aufgehen (um Tocotronic kommt man irgendwie nie ganz umhin) wenn die „Regular Vanilla“ Sache ins Rollen kommt. Musikalisch oszillieren Catch As Catch Can Pinball-artig zwischen 60´s Garage, Punk und Surf; an der Flasche (zumindest wie ich sie so erleben durfte) folgen sie meinem Lieblings-Alf-Zitat „wer kriecht, stolpert nicht“ und live lassen sie einfach keine Achselhöhle trocken. Aufgenommen innerhalb einer knappen Woche vom musikalischen Hohenpriester King Khan (King Khan & BBQ Show, King Khan & The Shrines, The Almighty Defenders…) persönlich, ist als Auszeichnung eigentlich schon mehr als ausreichend, denk ich. Elf Songs, wie eine geballte Faust in Richtung Winter-Tristesse und so vielseitig, wie es nur die Mischoption einer Flasche Verpoorten bieten kann. Volle Wirksamkeit. Volle serotonische Entfaltung. Völlige Kontrolllosigkeit frühsommerlicher Stimmung. Und nun, Ödnis, ade! „Regular Vanilla“ lässt mit dem ersten Song „Apricot“ direkt die Katze aus dem Sack; schön ankratzte Gitarren, smarte Drums, laufender Bass und angezerrte Stimmen erheben sich hier in Black Lips-artige Höhen, um mit lasziv ertönenden Trompeten das Ende zu verkünden. Wow, et c’est juste une mise en bouche. „`69“ (bei dem Saba Lou, Tochter von King Khan, mitwirkt; ist auch als absolut empfehlenswertes Video rausgekommen) und „There Is A Riot But Ain´t Going) filtert wohl, musikalisch gesehen, das Beste aus den ´60 Jahren, aber nicht ohne einen eigenen Schuss CACC- Seele. „Blitzkrieg Kotz“ zu hören, ist gefühlsmäßig wie mit einem Cadillac DeVille auf einer tempolimitlosen, einsamen Straße zu fahren. Ein straighter Song mit grobkörnigen Gitarren und einprägsamen Riffwechsel. Auch die immer wiederkehrende, verspielte Orgel, die sich hier und da durch die Songs schlängelt und die Gurke zum Wodka darstellt, soll hier Erwähnung finden. Sehr gelungen. „Age Of Coming” und “Live Without A Brain” haben kompromisslosen Freak-Out-Charakter pur und wird, wie ich schätze, live mit spritzendem Bier und fliegenden Matten gefeiert. Ganz so wie diese Band es verdient. Tja, wie ich behaupte, ist jeder Abend mit diesen Menschen ein gelungener Abend und bringt genug abgefahrenen Erzählstoff um damit Romane füllen zu können. Deshalb solltest du sie unbedingt mal ansprechen und ihnen ein Bier ausgeben, wenn du sie live in deiner Ecke siehst und ich verspreche dir, du wirst ein Leben lang davon zehren können. Für Leute mit schmalem Taler (oder einfach nur Freunde des alten Mediums) sei gesagt, dass „Regular Vanilla“ bei Burger Records (!) auf Kassette rauskommt (und bei Alien Snatch! Records für alle Vinyl-Galane). Jeder kommt hier auf seine Kosten. Dafür stehe ich mit meinem Namen (ist der Satz eigentlich patentiert?!). (MP)

OX FANZINE #142 (GER) FEBRUARY 2019 Es scheint, als sei „Regular Vanilla“, das Debüt des Kasseler Rabauken-Quartetts, ein letzter Gruß an Udo Schulze, dem unlängst verstorbenen Inhaber der „Mutter“, Kassels Rock’n’Roll-Kneipe Nummer eins. Nicht nur ziert eine comichafte Illustration einer Szene vor der Mutter das Coverartwork (hier lassen sich auf einen Blick mindestens fünfzig Szene- Größen wiederfi nden!), auch ein beiliegendes Poster bringt eine Impression aus dem Innenleben der Mutter zur besten Sendezeit. Doch zur Musik: Hier spielt eine Viererbande mit lobenswerter Schnodderigkeit elf wunderbare Nummern zwischen schlabberigem LoFi-Geschrammel, Garage-Punk und Powerpop. Das alles mit sehr eingängigem, zwingendem Songwriting sowie sehr hoher Melodienquote. C.A.C.C. müssen sich allerdings darauf einstellen, dass in Rezensionen öfter der Name BLACK LIPS gedroppt wird. Das ist als Kompliment im besten Sinne zu verstehen, doch eigentlich ist das, was die Kasseler hier eingespielt haben, deutlich poppiger, wirkt wesentlich entspannter als vieles, was die „Rüpelrocker“ aus Atlanta, GA in der letzten Zeit rausgebracht haben. Zugegebenermaßen legen C.A.C.C. mit dem Opener „Apricot“ die Messlatte ziemlich hoch, die swingende Sou lpu n k-Numme r erinnert mit dem Einsatz der Tröten zum Ende hin beinahe an die SAINTS zur „Eternally Yours“- Ära. Die Produktion des angenehm schlabberigen Debüts von Arish Ahmad Khan, besser bekannt als „Blacksnake“, noch besser bekannt als „King Khan“, ist eine runde Sache, druckvoll mit viel Liebe zum Detail, dabei nie ohne Bodenhaftung, und immer mit tüchtig Spaß in den Backen. Die kleine Prinzessin Saba-Lou, Tochter des Kings, hat zudem bei einigen Songs mit Background-Gesang ausgeholfen. Ein ungewohnt starkes und mitreißendes Debüt; in der Summe lässt sich „Regular Vanilla“ gut mit einem simplen „catchy“ zusammenfassen. (GH 9/10)

ACK ACK Blog (GER) DECEMBER 2018 Nie wieder müssen sie Tapes kopieren vor ihren Auftritten, denn CACC warten nun mit ihrem Longplayer-Debut auf und bannten ein wahres Feuerwerk auf Vinyl, das ihrem sehr dichten Live-Sound mehr als gerecht wird. Das klingt so abartig locker aus der Hüfte geschossen und gerade so, als wären ihre Instrumente angewachsene Gadgets und nicht irgendwelche fremdartigen Geschöpfe, die erst noch gezähmt werden müssen. Schon das erste Stück erinnert mich in seiner unbeschwerten Zappeligkeit daran, warum ich solche Musik so unfassbar gerne hab. Selbst der Gute-Laune-Bläsersatz am Ende wirkt beim besten Willen nicht deplatziert, sondern setzt der Trance, in die sie sich gniedeln einen würdigen Abschluss und zeigt die Richtung auf, wohin mit der Platte gesteuert wird. Es geht um Musik, zu der man tanzen möchte, die sich schön anfühlt und das nicht nur auf dem Plattenteller. Immer wieder kommt ein warmer Orgel-Sound durch oder auch Synthisounds, die sie fast schon in die Nähe der Staches rücken. Selbst ihre surfigen Wurzeln verlieren sie nicht aus den Augen und -ob bewusst oder nicht- fallen sogar Referenzen an ihre neuen Labekollegen Bikes. Als ob das Alles noch nicht reichen würde, haben sie auch noch RnR-Guru King Khan und seine Tochter Saba Lou mit ins Boot geholt, die unter anderem beim Song „69? mitwirkte, der auch in Videoform konsumiert werden kann. Was bitte kann da eigentlich noch schief gehen? Nüscht! Vom ersten bis zum letzten Ton eine Platte, welche die ihr zukommende Aufmerksamkeit -selbst über die Ländergrenzen hinaus- wirklich verdient hat.

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